Einführung in die Datenbank

Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel, in der Fruchtbringenden Gesellschaft „der Befreiende“. Porträt von Conrad Buno. Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: Porträtsammlung
Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel, in der Fruchtbringenden Gesellschaft „der Befreiende“. Porträt von Conrad Buno. Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: Porträtsammlung

Die 890 Mitglieder der Fruchtbringenden Gesellschaft.

Die vorliegende Datenbank will auf der Grundlage der Edition der Briefe, Beilagen und Akademiearbeiten sowie anderer Hilfsmittel einen Überblick über alle 890 Mitglieder der Fruchtbringenden Gesellschaft geben. Sie wird laufend um aus der Forschungs- und Editionsarbeit erwachsende Informationen ergänzt, erweitert, ggf. korrigiert. ACHTUNG: Die Einträge unterliegen dem Urheberrecht und sind für eine kommerzielle Nutzung durch Dritte gesperrt. Nach endgültiger Fertigstellung der Datenbank wird sie vollständig als Mitglieder-Lexikon von der Projekt-Arbeitsstelle separat veröffentlicht werden.

Die Datenbank übernimmt im Hinblick auf die redaktionelle Gestaltung gewisse editorische Richtlinien und Gewohnheiten dieser Edition, insbesondere die dort verwendeten Siglen und Abkürzungen sowie die Verweisart auf dort veröffentlichte Briefe durch deren Ordnungsnummern, die rückwärts gelesen das (genaue, ungefähre oder vermutete) Abfassungsdatum ergeben.
Für die Briefnummern 171224 (d. i. 24. 12. 1617) bis 261010 (d. i. 10. 10. 1626) siehe
Reihe I, Abt. A, Bd. 1
Für die Briefnummern 270105 bis 291231 siehe
Reihe I, Abt. A, Bd. 2
Für die Briefnummern 300000 bis 360800 siehe
Reihe I, Abt. A, Bd. 3
Für die Briefnummern 370113 bis 381224 siehe
Reihe I, Abt. A, Bd. 4
Für die Briefnummern 390110 bis 401229 siehe
Reihe I, Abt. A, Bd. 5
Für die Briefnummern 620601 bis 800414 siehe
Reihe I, Abt. C – In diesem Band sind auch die Einträge aus dem Hallenser Wappenbuch der Fruchtbringenden Gesellschaft (SLUB Dresden: MS. M. 51) und aus dem Mitglieder-Register des Hallenser FG-Erzschreins (SLUB Dresden: MS. M. 50, Bl. 6r-13v) aufgeführt.

Die Datenbank greift also in vielfacher Weise auf die Editionsbände wie auch auf die Ergebnisse der langjährigen Forschungen der Arbeitsstelle zurück, desgleichen auf das Arbeitsstellen-Archiv mit einer großen Sammlung von Quellen und älterer wie neuerer Forschungsliteratur. Das zur Erstellung der Mitglieder-Datenbank ausgewertete Material, wozu auch Artikel aus abgelegener genealogischer Literatur gehören, wird in den Einträgen aus Gründen der Überschaubarkeit nicht ausgewiesen. Wir verstehen die Datenbank als ein im Aufbau begriffenes Mitgliederverzeichnis, das kontinuierlich ergänzt, verbessert und vervollständigt werden soll und also weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf immer stringente Systematik erhebt. Freilich bleibt es unser Ziel, möglichst bald ein in allen Einzelartikeln hochwertiges Mitgliederlexikon und ein vielerlei Frage-Interessen genügendes elektronisches Nachschlagewerk zu präsentieren.

Für die ersten, nämlich die unter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen als Gesellschaftsoberhaupt aufgenommenen 527 Mitglieder liegt mit Conermann III (s. u.) ein verläßliches und eingehendes bio-bibliographisches Referenzwerk vor, das zur weiterführenden Information nachgeschlagen werden kann. Selbstverständlich können Einträge in der vorliegenden Mitglieder-Datenbank über die dort zusammengetragenen Informationen hinausgehen. Für die letzten 101 Mitglieder (Nr. 790-890), die unter dem dritten und letzten Oberhaupt, Herzog August von Sachsen-Weißenfels, Aufnahme fanden, wurden und werden aus dem Quellenfundus der Arbeitsstelle und aus den 3 in der Abt. C: Halle erschienenen Bänden (s. unter Edition) biographische Datenbankeinträge geschaffen, die im Bearbeitungsniveau eine dem Bearbeitungsstandard der Köthener Mitglieder zumindest ähnliche Qualität zu erreichen hoffen. Dies kann für die Weimarer Mitglieder der FG (Nr. 528 bis 789) leider nur mit Einschränkungen zugesagt werden, solange der Weimarer Erzschrein (im ThHSTA Weimar) nicht ediert und ausgewertet worden ist. Die Einträge zu diesen Mitgliedern rekurrieren im Wesentlichen auf einschlägige Lexika-Artikel und auf punktuelle Recherchen der Arbeitsstelle. Insbesondere für die Weimarer Mitglieder, aber auch grundsätzlich für die gesamte Datenbank gilt: Für kritische Hinweise, Anregungen, Ergänzungen und Korrekturen sind wir sehr dankbar. Sie können uns leicht über die in Arbeitsstelle/ Kontakt mitgeteilten Adressen zugeleitet werden.

Zum Aufbau der Datenbank-Einträge:

Zu Beginn werden Titel und Name des Mitglieds mit dem in Klammern gesetzten Gesellschaftsnamen in der FG angeführt. Es schließen sich, soweit bekannt, die Lebensdaten nach Zeit und Ort, die Mitglieds-Nummer und ein Hinweis auf das Bekenntnis des Mitglieds an. Im Falle von Unsicherheit, ob das Mitglied der lutherischen oder der reformierten Konfession angehörte, erfolgt die Angabe „Protestantisch“. Mit der Angabe der Gesellschaftspflanze und des Gesellschaftsworts wird die FG-Imprese des Mitglieds vervollständigt. Die deutschsprachige Ansetzung dieser Angaben folgt jener der Quellen (Gesellschaftsbücher/ zeitgenössische Mitgliederlisten). In der Kategorie Aufnahme ergehen, soweit ermittelt, Hinweise auf das Aufnahmedatum, den Aufnahmeort und die Umstände der Aufnahme in die FG. Teilweise können hier sehr genaue Angaben gemacht werden. Der Aufenthaltsort des Mitglieds orientiert über den Ort bzw. die Region/ das Territorium, an dem bzw. in der das Mitglied zum Zeitpunkt seiner Aufnahme niedergelassen war oder wirkte. Andere im Laufe des Lebens bezogene Aufenthalts- und Wirkungsorte werden in den Kategorien Bildungsweg und Werdegang genannt. Die Kategorie Wirkung erfaßt in heutigen Begriffen die berufliche Funktion des Mitglieds und sondiert seine Stellung oder Bedeutung innerhalb der FG bzw. innerhalb der Kulturgeschichte der Epoche. Bildungsweg und Werdegang zeichnen den Lebenslauf, die Karriere und die hervorzuhebenden Leistungen des Mitglieds, ggf. insbesondere auf dem Gebiet der Literatur und Kultur, ausführlicher nach. Die Kategorie Stand/ Stellung erfaßt vereinfacht den höchsten erreichten sozialen Stand des Mitglieds sowie in ihrer historischen Bezeichnung seine höchste berufliche oder amtliche Funktion oder Tätigkeit.
Rechts neben den drei Suchfeldern erscheint jeweils ein kleines Kästchen mit einem grünen Häkchen, das für “Trunkierung” steht. Gibt man bei gesetztem Häkchen und der gewählten Suchkategorie “Mitgliedsnummer” als Suchbegriff etwa “18” ein, so erhält man nicht nur das Mitglied Nr. 18, sondern alle Mitglieder, in deren Mitgliedsnummer die Zahl 18 vorkommt. Die Trunkierungsfunktion ist durch einfaches Klicken auf das Kästchen aufzuheben oder wiederherzustellen.

Eine vollständige Bibliographie zur FG und ihren Mitgliedern bleibt eine Aufgabe, die mit Abschluß der Edition vorzunehmen wäre, um den erreichten Stand der Forschung zu dokumentieren. Wir verweisen hier nur auf die Bibliographien in den Editionsbänden und auf die Zusammenstellung der Publikationen im vorliegenden Fruchtbringer-Portal. Eigens sei hier nur auf folgende Literaturtitel hingewiesen, die in biographischer und quellenmäßiger Hinsicht unverzichtbar bzw. hilfreich sind.

Conermann I-III
Fruchtbringende Gesellschaft. Der Fruchtbringenden Gesellschaft geöffneter Erzschrein. Das Köthener Gesellschaftsbuch Fürst Ludwigs I. von Anhalt-Köthen 1617-1650. Hrsg. v. Klaus Conermann. 3 Bde. Leipzig [zugleich: Weinheim] 1985.
Bd. 1: Der Fruchtbringenden Gesellschaft Vorhaben, Namen, Gemälde und Wörter. Faksimile des ersten Bandes des im Historischen Museim Köthen aufbewahrten Gesellschaftsbuches Fürst Ludwigs I. von Anhalt-Köthen. Hg. K. C. = Conermann I.
Bd. 2: K. C.: Die Fruchtbringende Gesellschaft und ihr Köthener Gesellschaftsbuch. Eine Einleitung. Günther Hoppe: Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen. Bilddokumentation: Das Köthener Gesellschaftsbuch. Wappen des zweiten und dritten Bandes. Die Weimarer Gemälde der Fruchtbringenden Kräuter. = Conermann II.
Bd. 3: K. C.: Die Mitglieder der Fruchtbringenden Gesellschaft 1617-1650. 527 Biographien. Transkription aller handschriftlichen Eintragungen und Kommentare zu den Abbildungen und Texten im Köthener Gesellschaftsbuch. = Conermann III.

Conermann TG
Conermann, Klaus: Die Tugendliche Gesellschaft und ihr Verhältnis zur Fruchtbringenden Gesellschaft. Sittenzucht, Gesellschaftsidee und Akademiegedanke zwischen Renaissance und Aufklärung. In: Daphnis 17 (1988), 513-626. (=Sprachgesellschaften – galante Poetinnen [Literary societies/ Literary women] Zusammengestellt v. Erika A. Metzger u. Richard Schade. Amsterdam 1989, 95-208).

Die Suche nach Namen, Mitgliedsnummern, Konfession, Ort, Aufnahmedatum usw. ist durch zwei Suchschlitze variier- und eingrenzbar. Aufgrund der Trunkierung empfiehlt es sich, Suchbegriffe möglichst genau einzugeben, um die Trefferquote nicht zu sehr ansteigen zu lassen. Die Trefferergebnisse lassen sich alphabetisch (nach Namen) und chronologisch (nach Mitgliedsnummern) sortieren.

Eine Beacon-Datei mit den Mitgliedern der Fruchtbringenden Gesellschaft finden sie hier.

Der edv-Abteilung der Herzog August Bibliothek unter Dr. Dietrich Parlitz, insbesondere Christian Knoop und Timo Steyer, sind wir für unschätzbare Hilfe zu verbindlichem Dank verpflichtet. Nicht zuletzt hat sich die Bibliothek bereiterklärt, die Datenbank auf ihrem Datenbank-Server abzulegen und zu pflegen. Auch dafür ist seitens der Arbeitsstelle und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig vorzüglich zu danken. Herr Christof Bobzin (artwork & design, Braunschweig) hat das Portal durch Optimierung des webdesigns unterstützt.